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Re: Deutschen-Blatt in Namibia rückt von Wiesenthal-Diff amierung ab

Von: Lars Braesicke (braesicke@despammed.com) [Profil]
Datum: 30.09.2005 23:46
Message-ID: <3q5q3oFdcg5gU1@individual.net>
Newsgroup: at.gesellschaft.politikde.soc.politik.misc
Schorsch schrieb:

>>> Deutsche enteignet
>>> Erster Zwangsverkauf einer Farm in Namibia
>>> WINDHOEK dpa  Namibias Präzedenzfall in Sachen Landreform, der
>>> Zwangsverkauf der Farm Ongombo West, ist formal abgeschlossen. Die
>>> deutschstämmige Eigentümerin Hilde Renate Wiese bestätigte
gestern,
>
> Huhuuu, Lars - Botschafter sollten zwischen Nationen vermitteln bevor
> es zu groesseren Problemen kommt.

Sowohl Großgrundbesitzerin Wiese, als auch deren Angestellte, als auch
Mitlieder der Regierung der Republik Namibia sind allesamt namibische und
keine deutschen Staatsbürger.
Auch Mr. Rumsfeld, U.S. Secretary of Defense, ist "deutschstämmig". Na und?

>> 470.000 Euro, das ist doch fast ne glatte Mio DM. Da verstehe ich
>> unter "Auf-der-Straße-Sitzen" etwas anderes. Über 100
Jahre ein
>> durchaus beachtlicher Gewinn. Wieviel mögen die Wieses wohl damals
>> für die Farm bezahlt haben?
>
> Nicht wenn man bedenkt, dass die Eigentuemering wahrscheinlich noch
> Schulden hat wegen der getaetigten Investition. Da bleibt von den
> 470.000 Euro schnell recht wenig uebrig.

Wie kommst du auf Schulden? Ich las davon nichts.
Wenn sie so dumm ist, diese Schulden auf eigenen Namen und nicht auf Namen
der Firma zu machen, tja.

>> 4000 ha ist nun mal 'n bissel viel für eine Wiese.
>> Übrigens: 6 der Arbeiter hatte die liebe Frau Wiese letztes Jahr
>> selbst "auf die Straße" setzen wollen. Hat aber nicht so
geklappt.-
>> Und jetzt heult sie Krokodilstränen.
>
> Wie kommst Du denn darauf?

Worauf? Daß sie Krokodilstränen um nun "auf der Straße"
sitzende Angestellte
heult? Das steht in denem Text.
Daß sie die sechs rauswerfen wollte und von der Gewerkschaft gehindert
wurde? Das steht in den von dir genannten Quellen.

> Entlassungen sind bei Betrieben (also auch
> in der Landwirtschaft) ein ganz normaler Vorgang. Vor allem wenn man
> nicht Gewinne einfaehrt und Schulden hat.

Wenn sie Schulden hat, keine Gewinne einfährt, dann soll sie mal bannig froh
sein, dieses enorme Verlustgeschäft loszusein. LOL
Seltsam wäre dann auch, wie sie darauf kommt, daß ein solch verlustreiches
Unternehmen das Dreifache wert sei.

>>> Namibias Regierung will bis zum Jahre 2010 rund 4,8 Millionen Hektar
>>> Land für die Umsiedlung landloser schwarzer Namibier erwerben. Auch
>>
>> Gehören nicht auch die 12 Angestellten und deren 60 Angehörige zu den
>> landlosen schwarzen Namibiern? Sitzen dann wohl auch nicht "auf der
>> Straße" sondern womöglich auf eigenem Land.
>
> Jetzt sitzen die schon auf der Strasse.

Wer sagt das?

>>> deutsche Farmer sind betroffen. 18 Farmer haben seit Mai 2004 die
>>> schriftliche Aufforderung erhalten, ihre Farm zum Kauf anzubieten.
>>
>> 18 von 3800 Farmern. Ist ja 'ne Wahnsinns-Bodenreform.
>
> Du kannst scheinbar nicht denken. es wird wohl kaum bei 18 bleiben.

Schön. Eine gerechtere Landverteilung ist wohl notwendig.

Lars



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