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Re: Halbmonde statt Gipfelkreuze

Von: Salomon Morgentau (echomike66@abacho.de) [Profil]
Datum: 08.09.2006 20:35
Message-ID: <1157740524.366918.170390@b28g2000cwb.googlegroups.com>
Newsgroup: de.soc.politik.misc at.gesellschaft.politik
Norbert Müller schrieb:

> Im Wettbewerb des österreichischen Wahlkampfs, wer der Dümmste und Ti
efste
> ist, gibt es seit
> gestern einen eindeutigen Sieger. So ist halt der "rechte" Populismus, in
> Österreich wie in Deutschland.
>
> mfg, NM
>
>
>
>         09.09.2006 - Politik / Wahl 2006
>
>      BZÖ: Auf gefälschten Brief hereingefallen
>
>      VON PHILIPP AICHINGER
>
>      Halbmond-Debatte. Weiterhin nur Kreuze auf Berggipfeln, Westenthalers
> "Beweis" unecht.
>
>      Wien. Mit Fälschungen und Täuschungen hat das BZÖ so seine Pro
bleme.
> Erst will man sich "Die Freiheitlichen" nennen, um FP-Wähler
anzulocken
-
> ein Gericht verbietet das. Nun ging man selbst einem Fälscher auf den L
eim.
>
>
>       In der TV-Konfrontation mit SP-Obmann Alfred Gusenbauer
> Donnerstagabend hatte BZÖ-Chef Peter Westenthaler vor dem Ersatz heimis
cher
> Gipfelkreuze durch Halbmonde gewarnt - und als Beweis dafür einen
> Briefwechsel zwischen dem Alpenverein und Omar Al-Rawi mitgebracht. Al-Ra
wi
> ist Wiener SP-Gemeinderat und Integrationsbeauftragter der Islamischen
> Glaubensgemeinschaft. Doch der von Westenthaler im TV gezeigte Brief war,
> wie sich am Freitag herausstellte, gefälscht.
>
>       In dem angeblichen Schreiben bezieht sich der Vizepräsident des
> Alpenvereins, Andreas Ermacora, auf ein Schreiben von Al-Rawi. Darin hei
ßt
> es: "Ihre Schlussfolgerung, wonach jedes Gipfelkreuz ein Herrschaftszeich
en
> des Christentums sei, können wir nicht teilen." Um vor der Wahl keine
> Emotionen aufzuschaukeln, biete man aber die Anbringung eines Halbmondes 
an
> einem Berggipfel der gemeinsamen Wahl an. Bei dem Brief handle es sich ab
er
> um eine "ganz schlechte Fälschung" sagt Ermacora im Gespräch
mit der
> "Presse". Er habe selbst nie Kontakt mit Al-Rawi gehabt. Ermacora
verweist
> auch auf die gefälschte Unterschrift: Das sei nicht seine Schrift, üb
erdies
> zeichne er mit "A. Ermacora". Der gefälschte Brief ist mit vollem
Namen
> unterschrieben.
>
>
>       Auch Al-Rawi wies die Behauptungen Westenthalers empört als "infa
me
> Verleumdung" zurück: Gipfelkreuze würden ihn auch gar nicht
stören.
Hinter
> dem unechten Brief dürfte eine Künstlergruppe stecken: Nach einem Ber
icht
> von "datum.at" wollte sie testen, wie weit populistische Politiker gehen.
> Denn, so die Künstler, der Brief sei leicht als Fälschung zu erkennen
. Das
> Schreiben wurde übrigens bereits im April auch der FPÖ zugespielt. Si
e war
> misstrauischer und kontaktierte den Alpenverein: So klärte sich die
> Fälschung auf.
>
>
>       Wie kommt das BZÖ aus dem Schlamassel raus? Man könnte es auf e
inen
> Mitarbeiter aus der zweiten Reihe schieben, sagt OGM-Meinungsforscher
> Wolfgang Bachmayer. Und gleichzeitig sagen, der Parteichef selbst war vor
> der Debatte im Stress, ihm selbst wäre die Fälschung sonst aufgefalle
n.
> Überraschend wählte das BZÖ aber eine andere Taktik: Die Orangen be
stehen
> weiter auf der Echtheit des Briefs. Wer anderer Meinung sei, solle klagen.
> Tatsächlich überlegt Ermacora rechtliche Schritte. Wahlentscheidend s
ei der
> Fehler des BZÖ aber nicht, glaubt Bachmayer. Wenn der negative Trend f
ür das
> BZÖ anhalte, dann mache diese Peinlichkeit auch nichts mehr aus. Nach
> momentanen Umfragedaten würde das BZÖ nicht ins Parlament einziehen.
>
>
>       Auch abgesehen von der Brief-Debatte barg die Konfrontation zwischen
> Gusenbauer und Westenthaler Spannung. So warf Gusenbauer dem BZÖ-Chef v
or,
> er plane eine "Massendeportation". Ihm grause vor dem Programm des
BZÖ,
so
> Gusenbauer. Im Gegenzug warf Westenthaler der SPÖ vor, sie setze sich f
ür
> kriminelle Ausländer ein.
>
>
>
> derStandard.at | Politik | Inland | Nationalratswahl 06 | TV-Duelle
> 08. September 2006
> 17:26 MESZ
> Link: Das Kommunique der Gruppe mit gefälschtem Brief zum Download auf
> www.datum.at
>
> BZÖ-Chef Westenthaler fiel auf einen gefälschten Brief rein, mit dem 
er im
> TV-Duell gegen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer punkten wollte.
>
>
> Westenthaler fiel auf gefälschten Brief rein
> Halbmonde statt Gipfel­kreuze: "Künstler­gruppe" wollte mit
Aktion 
"how low
> can you go" "testen, wie weit populistische Politiker gehen"
>
> -------------------------------------------------------------------------
-------
>
> Wien - In der gestrigen ORF-TV-Konfrontation zur Nationalratswahl zitierte
> BZÖ-Chef Peter Westenthaler aus einem angeblichen Briefwechsel zwischen
Omar
> Al-Rawi, dem Integrationsbeauftragten der Islamischen Glaubensgemeinschaft
> in Österreich und SPÖ-Gemeinderat, und dem Alpenverein. Demnach habe 
Al-Rawi
> die Gipfelkreuze auf österreichischen Bergen als "ein Herrschaftszeiche
n des
> Christentums" bezeichnet und Halbmonde statt Gipfelkreuze auf
> österreichischen Berggipfeln gefordert.
>
> Fälschung einer Künstlergruppe
>
> Wie das Monatsmagazin DATUM auf seiner Homepage berichtet, handelte es si
ch
> bei dem von Westenthaler zitierten Schreiben um eine Fälschung. Ein Man
n,
> der sich als "Mitglied einer Künstlergruppe" bezeichnet, die sich
"Habe
n wir
> denn keine anderen Sorgen" nennt, bekennt sich gegenüber DATUM dazu, den
> Brief gefälscht und an Westenthaler geschickt zu haben.
>
> Tief
>
> "How low can you go" sei das Motto der Aktion gewesen, mit der der Mann n
ach
> eigenen Angaben "testen wollte, wie weit populistische Politiker gehen",
> heißt es in einem Kommunique der Gruppe, das DATUM auf seiner Homepage
> veröffentlicht. Am Schluss heißt es darin: "Im übrigen
wünscht die
> Künstlergruppe Herrn Westenthaler, dass er beim Joggen im Winter aufs K
nie
> fällt."
>
> BZÖ bleibt dabei und zitiert Fälschung
>
> Das BZÖ bleibt indes bei seiner Darstellung, der Brief sei echt. In ein
er
> Aussendung sagte BZÖ-Bundespressesprecher Lukas Brucker, die SPÖ fü
hle sich
> ertappt und sei "peinlich darum bemüht, die Diskussion um die Anbringun
g von
> Halbmonden an Gipfelkreuzen herunterzuspielen".
>
> Tatsache sei, dass der Brief existiere, so Brucker. "Sollten die genannten
> Personen anderer Meinung sein, dann sollen sie klagen und der Fall wird v
or
> Gericht ausgetragen", forderte der BZÖ-Sprecher. Brucker weiters: Man h
abe
> den Brief "aus einer verlässlichen Quelle" erhalten.
>
> Auf der BZÖ-Homepage ist der gefälschte Brief noch immer online (Stan
d 13.30
> Uhr), unter dem Titel "BZÖ: SPÖ fühlt sich ertappt! Anbringung
von
> Halbmonden auf Gipfelkreuzen sollte vor der Wahl vertuscht werden" hatte 
die
> orange Partei in einer Aussendung das gefakte Schreiben auch im Wortlaut
> zitiert.
>
> Als Verfasser Genannter droht BZÖ mit Klage
>
> Die Diskussion um den Brief könnte bald rechtliche Konsequenzen haben. 
Der
> als Verfasser des Briefes angegebene Andreas Ermacora kündigt in einer
> Aussendung an, Klage gegen das BZÖ zu erheben.
>
> "Nachdem das BZÖ in seiner nunmehrigen Aussendung ausdrücklich daran
> festhält", dass der Brief echt sei, "wird das BZÖ aufgefordert,
dies
> unverzüglich zu wiederrufen", heißt es in der Aussendung.
Außerdem 
solle die
> Partei den Brief von der Homepage entfernen. Andernfalls werde "der
> österreichische Alpenverein sowie Dr. Andreas Ermacora Klage erheben".
>
> Gusenbauer hämisch
>
> SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer reagierte auf die Brief-Causa mit Häme geg
enüber
> Westenthaler: "Im Wettbewerb, wer der Dümmste und Tiefste ist, gibt es 
seit
> gestern einen eindeutigen Sieger", meinte er am Rande des SPÖ-Parteitag
es in
> Linz. (red/APA)

Die überheblichkeit eines kleinen Stinkers wie Norbert Müller spricht
wieder einmal für die d.s.p.m.


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