Halbmonde statt Gipfelkreuze
Von: Norbert Müller (norm973.erasespam@gmx.at) [Profil]
Datum: 08.09.2006 19:59
Message-ID: <c09e6$4501af71$d52f6057$17232@news.chello.at>
Newsgroup: de.soc.politik.misc at.gesellschaft.politik
Datum: 08.09.2006 19:59
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Im Wettbewerb des österreichischen Wahlkampfs, wer der Dümmste und Tiefste ist, gibt es seit gestern einen eindeutigen Sieger. So ist halt der "rechte" Populismus, in Österreich wie in Deutschland. mfg, NM 09.09.2006 - Politik / Wahl 2006 BZÖ: Auf gefälschten Brief hereingefallen VON PHILIPP AICHINGER Halbmond-Debatte. Weiterhin nur Kreuze auf Berggipfeln, Westenthalers "Beweis" unecht. Wien. Mit Fälschungen und Täuschungen hat das BZÖ so seine Probleme. Erst will man sich "Die Freiheitlichen" nennen, um FP-Wähler anzulocken - ein Gericht verbietet das. Nun ging man selbst einem Fälscher auf den Leim. In der TV-Konfrontation mit SP-Obmann Alfred Gusenbauer Donnerstagabend hatte BZÖ-Chef Peter Westenthaler vor dem Ersatz heimischer Gipfelkreuze durch Halbmonde gewarnt - und als Beweis dafür einen Briefwechsel zwischen dem Alpenverein und Omar Al-Rawi mitgebracht. Al-Rawi ist Wiener SP-Gemeinderat und Integrationsbeauftragter der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Doch der von Westenthaler im TV gezeigte Brief war, wie sich am Freitag herausstellte, gefälscht. In dem angeblichen Schreiben bezieht sich der Vizepräsident des Alpenvereins, Andreas Ermacora, auf ein Schreiben von Al-Rawi. Darin heißt es: "Ihre Schlussfolgerung, wonach jedes Gipfelkreuz ein Herrschaftszeichen des Christentums sei, können wir nicht teilen." Um vor der Wahl keine Emotionen aufzuschaukeln, biete man aber die Anbringung eines Halbmondes an einem Berggipfel der gemeinsamen Wahl an. Bei dem Brief handle es sich aber um eine "ganz schlechte Fälschung" sagt Ermacora im Gespräch mit der "Presse". Er habe selbst nie Kontakt mit Al-Rawi gehabt. Ermacora verweist auch auf die gefälschte Unterschrift: Das sei nicht seine Schrift, überdies zeichne er mit "A. Ermacora". Der gefälschte Brief ist mit vollem Namen unterschrieben. Auch Al-Rawi wies die Behauptungen Westenthalers empört als "infame Verleumdung" zurück: Gipfelkreuze würden ihn auch gar nicht stören. Hinter dem unechten Brief dürfte eine Künstlergruppe stecken: Nach einem Bericht von "datum.at" wollte sie testen, wie weit populistische Politiker gehen. Denn, so die Künstler, der Brief sei leicht als Fälschung zu erkennen. Das Schreiben wurde übrigens bereits im April auch der FPÖ zugespielt. Sie war misstrauischer und kontaktierte den Alpenverein: So klärte sich die Fälschung auf. Wie kommt das BZÖ aus dem Schlamassel raus? Man könnte es auf einen Mitarbeiter aus der zweiten Reihe schieben, sagt OGM-Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer. Und gleichzeitig sagen, der Parteichef selbst war vor der Debatte im Stress, ihm selbst wäre die Fälschung sonst aufgefallen. Überraschend wählte das BZÖ aber eine andere Taktik: Die Orangen bestehen weiter auf der Echtheit des Briefs. Wer anderer Meinung sei, solle klagen. Tatsächlich überlegt Ermacora rechtliche Schritte. Wahlentscheidend sei der Fehler des BZÖ aber nicht, glaubt Bachmayer. Wenn der negative Trend für das BZÖ anhalte, dann mache diese Peinlichkeit auch nichts mehr aus. Nach momentanen Umfragedaten würde das BZÖ nicht ins Parlament einziehen. Auch abgesehen von der Brief-Debatte barg die Konfrontation zwischen Gusenbauer und Westenthaler Spannung. So warf Gusenbauer dem BZÖ-Chef vor, er plane eine "Massendeportation". Ihm grause vor dem Programm des BZÖ, so Gusenbauer. Im Gegenzug warf Westenthaler der SPÖ vor, sie setze sich für kriminelle Ausländer ein. derStandard.at | Politik | Inland | Nationalratswahl 06 | TV-Duelle 08. September 2006 17:26 MESZ Link: Das Kommunique der Gruppe mit gefälschtem Brief zum Download auf www.datum.at BZÖ-Chef Westenthaler fiel auf einen gefälschten Brief rein, mit dem er im TV-Duell gegen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer punkten wollte. Westenthaler fiel auf gefälschten Brief rein Halbmonde statt Gipfelkreuze: "Künstlergruppe" wollte mit Aktion "how low can you go" "testen, wie weit populistische Politiker gehen" -------------------------------------------------------------------------------- Wien - In der gestrigen ORF-TV-Konfrontation zur Nationalratswahl zitierte BZÖ-Chef Peter Westenthaler aus einem angeblichen Briefwechsel zwischen Omar Al-Rawi, dem Integrationsbeauftragten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und SPÖ-Gemeinderat, und dem Alpenverein. Demnach habe Al-Rawi die Gipfelkreuze auf österreichischen Bergen als "ein Herrschaftszeichen des Christentums" bezeichnet und Halbmonde statt Gipfelkreuze auf österreichischen Berggipfeln gefordert. Fälschung einer Künstlergruppe Wie das Monatsmagazin DATUM auf seiner Homepage berichtet, handelte es sich bei dem von Westenthaler zitierten Schreiben um eine Fälschung. Ein Mann, der sich als "Mitglied einer Künstlergruppe" bezeichnet, die sich "Haben wir denn keine anderen Sorgen" nennt, bekennt sich gegenüber DATUM dazu, den Brief gefälscht und an Westenthaler geschickt zu haben. Tief "How low can you go" sei das Motto der Aktion gewesen, mit der der Mann nach eigenen Angaben "testen wollte, wie weit populistische Politiker gehen", heißt es in einem Kommunique der Gruppe, das DATUM auf seiner Homepage veröffentlicht. Am Schluss heißt es darin: "Im übrigen wünscht die Künstlergruppe Herrn Westenthaler, dass er beim Joggen im Winter aufs Knie fällt." BZÖ bleibt dabei und zitiert Fälschung Das BZÖ bleibt indes bei seiner Darstellung, der Brief sei echt. In einer Aussendung sagte BZÖ-Bundespressesprecher Lukas Brucker, die SPÖ fühle sich ertappt und sei "peinlich darum bemüht, die Diskussion um die Anbringung von Halbmonden an Gipfelkreuzen herunterzuspielen". Tatsache sei, dass der Brief existiere, so Brucker. "Sollten die genannten Personen anderer Meinung sein, dann sollen sie klagen und der Fall wird vor Gericht ausgetragen", forderte der BZÖ-Sprecher. Brucker weiters: Man habe den Brief "aus einer verlässlichen Quelle" erhalten. Auf der BZÖ-Homepage ist der gefälschte Brief noch immer online (Stand 13.30 Uhr), unter dem Titel "BZÖ: SPÖ fühlt sich ertappt! Anbringung von Halbmonden auf Gipfelkreuzen sollte vor der Wahl vertuscht werden" hatte die orange Partei in einer Aussendung das gefakte Schreiben auch im Wortlaut zitiert. Als Verfasser Genannter droht BZÖ mit Klage Die Diskussion um den Brief könnte bald rechtliche Konsequenzen haben. Der als Verfasser des Briefes angegebene Andreas Ermacora kündigt in einer Aussendung an, Klage gegen das BZÖ zu erheben. "Nachdem das BZÖ in seiner nunmehrigen Aussendung ausdrücklich daran festhält", dass der Brief echt sei, "wird das BZÖ aufgefordert, dies unverzüglich zu wiederrufen", heißt es in der Aussendung. Außerdem solle die Partei den Brief von der Homepage entfernen. Andernfalls werde "der österreichische Alpenverein sowie Dr. Andreas Ermacora Klage erheben". Gusenbauer hämisch SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer reagierte auf die Brief-Causa mit Häme gegenüber Westenthaler: "Im Wettbewerb, wer der Dümmste und Tiefste ist, gibt es seit gestern einen eindeutigen Sieger", meinte er am Rande des SPÖ-Parteitages in Linz. (red/APA)[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Paula (08.09.2006 20:02)
- Norbert Müller (08.09.2006 20:18)
- :-) (08.09.2006 20:28)
- Norbert Müller (08.09.2006 23:00)
- :-) (08.09.2006 20:53)
- Lars Br?sicke (08.09.2006 21:12)
- Axel Zobel (09.09.2006 00:02)
- :-) (09.09.2006 09:43)
- Norbert Müller (09.09.2006 09:57)
- M.Weiss (10.09.2006 09:55)
- Johannes ZUBER (10.09.2006 23:54)
- Franz Glaser (11.09.2006 09:30)
- Johannes ZUBER (11.09.2006 19:56)
- Lars Br?sicke (09.09.2006 20:22)
- Axel Zobel (10.09.2006 00:16)
- :-) (08.09.2006 20:35)
- Paula (08.09.2006 21:14)
- R._Rump (08.09.2006 21:50)
- Norbert Müller (08.09.2006 22:39)
- Franz Glaser (08.09.2006 23:38)
- Norbert Müller (09.09.2006 00:23)
- Norbert Müller (08.09.2006 23:21)
- Franz Glaser (08.09.2006 23:41)
- M.Weiss (10.09.2006 10:03)
- Franz Glaser (11.09.2006 16:09)
- Erich (Wir 3) TLAPAK (11.09.2006 16:54)
