Gewinne in Osteuropa brechen ein
Von: Robert Hood (roberthood@spam.nix) [Profil]
Datum: 04.09.2008 13:42
Message-ID: <g9ohit$ikt$1@news.albasani.net>
Newsgroup: at.gesellschaft.politik
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Die Währungen Tschechiens, Polens und Ungarns werden immer stärker. Während sich der Euro zum Dollar als Hartwährung profiliert, verliert er gegenüber Osteuropa immer stärker an Wert. In einer Umfrage der DTIHK klagen fast zwei Drittel der Unternehmen über hohe Wechselkurs-Verluste. Zehn Prozent wollen ihre Produktion in Tschechien deshalb schließen. Der polnische Zloty, die slowakische Krone und der ungarische Forint werten seit Jahren rasant auf. Dutzende deutsche Unternehmen, vor allem Autozulieferer wie Bosch, Rehau, Edscha und Hella, fertigen in der Region. Seit Anfang 2004 büßte der Euro an ihren Standorten durch- schnittlich 25 Prozent seines Wertes ein. Selbst Prager Hotels und Restaurants, Souvenirläden mit böhmischem Kristall warten nun oft vergebens auf Kunden aus Übersee und Euroland. Selbst Händler auf den sogenannten Polenmärkten jenseits der Oder, wo deutsche Schnäppchenjäger sich mit Zigaretten, gefälschten Gucci-Taschen und Gartenzwergen einzudecken pflegten, klagen mittlerweile über Kundenschwund. Ergebnis: Je stärker die alte europäische Kaufkraft-Hierarchie sich zugunsten der neuen EU-Länder verändert, desto mehr verdienen Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen von Westen nach Osten exportieren. Quelle: WiWo vom 4.9.2008 http://www.wiwo.de/ Diese Entwicklung war vorauszusehen. Kurzfristige Unternehmengsführung rechnet sich nie. Das Kapital was in die neuen Anlagen in Osteuropa gesteckt wurde und was verloren ging indem man in Österreich Anlagen geschlossen hat wird man auf die Weise nie wieder hereinholen können - schließ- lich ist die Produktivität in Osteuropa in der Regel erheblich geringer. Viele Firmen dürfen froh sein wenn sich das ganze mit einer schwarzen Null auszahlt. Die "Dummen" dabei waren natürlich die Arbeitnehmer in Österreich, etc. die nicht nur ihren Arbeitsplatz verloren sondern auch noch über ihre Steuern und über die EU-Strukturförderung die Verlagerung ihrer eigenen Arbeitsplätze mitfinanzieren mußten. Volkswirtschaftlich gibt es hier nur Verlierer, reine Wertvernichtung. F@zeet Und welche "Eliten" haben diese "Globalisierung" auf den Weg gebracht, oder rennen ihr wenigstens hinterher? Richtig, die Manager- und Polit-"Eliten" = korrupte neoliberale Bagage! In diesem Manager - und Politikmilieu besteht zunehmend die Tendenz sich so aufzuführen wie der französische Adel am Vor- abend der Revolution. Ich warte nur noch auf die Aufforderung, wenn ihr euch kein Brot leisten könnt, dann eßt doch Kuchen. Dieses System ist durch und durch krank und gehört weg! c ju[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Franz Glaser (04.09.2008 18:39)
- Johannes ZUBER (04.09.2008 19:07)
