Pressefreiheit in Europa bedroht: Österreich vorne dabei
Von: Alois Unverdorben (alois.unverdorben@gmail.com) [Profil]
Datum: 23.10.2009 18:18
Message-ID: <op.u19gwicebaxas0@unverdorben-pc>
Newsgroup: at.gesellschaft.politik
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Pressefreiheit in Europa bedroht: Österreich vorne dabei Brüssel/Wien (23.10.09): Vor dem Hintergrund der Medienkrise, glauben Staat und Behörden endlich sich der Presse- und Meinungsfreiheit entledigen zu können. Beispiel gibt die EU und die jüngsten Gesetztesinitiativen in Österreich. Schon die aktuelle Rankingliste zur Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG) - s.h. Bericht auf Gloaclist Review >> http://www.glocalist.com/news/kategorie/politik/titel/rangliste-pressefreiheit-2009/ - lies nichts Gutes ahnen und sprach davon, dass Europa seine Führungsrolle in Bezug auf Presse- und Meinungsfreiheit verliere. Dieser Befund wird nun erhärtet durch die Gedanken von EU-Verwaltungskommissar Siim Kallas, wonach Journalisten bei Ihrer Berichterstattung als Spione fremder Mächte zu betrachten seien. „Journalisten der Spionage zu bezichtigen ist unerhört und widerspricht der Presse- und Informationsfreiheit“, so Turnheim Präsident des Österreichischen Journalistenclubs (ÖJC). Zuvor hat der Brüsseler Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) berichtet, es gebe einen Vermerk der EU-Kommission, wonach Journalisten generell unter Spionageverdacht gestellt würden. Der knieweiche Versuch der Sprecherin von Kommissar Kallas, Valeria Rampi, diesen Vermerk zu entschärfen und zu betonen „es geben keinen Generalverdacht gegen Journalisten“ ist viel zu wenig, sagt Turnheim weiter. Der Österreichische Journalisten Club fordert von Verwaltungskommissar Siim Kallas die sofortige, vollständige Rücknahme der Pauschalverdächtigung der Spionage der 1.500 in Brüssel tätigen Journalisten und eine öffentliche Entschuldigung. „Ein freies, demokratisches Europa ist ohne Presse- und Informationsfreiheit unvorstellbar“, stellt ÖJC-Präsident Fred Turnheim fest. Dem gesellt sich nun der jüngste VorstoÃź des österreichischen Justizministerium unter Ministerin Bandion-Ortner hinzu, das den "Sittenverfall" österreichischer Medien stoppen will. Konkret sollen unter dem neuen Paragraphen §120 im Strafgesetzbuch Journalisten und vor allem Pressephotographen an der Ausübung ihres Berufes und an der Berichterstattung behindert werden, wenn "schutzwürdige Geheimhaltungsinteressen" verletzt werden. "Journalisten und Pressefotografen werden dadurch systematisch kriminalisiert und mit Ladendieben, Einbrechern und Gewaltverbrechern strafrechtlich gleichgestellt.", so der Österreichische Journalistenclub in seiner heutigen Pressemitteilung. Da passt wohl alles rein wie der Anti-NGO Paragraph 278a jüngst beweist, indem er die legale Tätigkeit von NGOs - Informieren und Aufklären - als Beweis für organisierte Kriminalität sieht. Die Aktivisten und Mitglieder der Tierrechtssschutzorganisation "Verein gegen Tierfabriken" werden und wurden so seit drei Jahren ohne Anklageerhebung permanent durch Hausdurchsuchungen und verhängter Untersuchungshaft mit bis zu drei Monaten drangsaliert (s.h. Bericht auf Glocalist Daily News >> http://www.glocalist.com/news/kategorie/politik/titel/tierschuetzer-weiter-in-u-haft/ Ein ordentliches Verfahren steht bis dato aus. In Summe: Österreich wieder als Labor zur Probung des Weltuntergangs. Zuerst werden Zivilgesellschaft und NGOs unter den Generalverdacht kriminelle Organisationen per Gesetz gestellt und nun soll selbiges Journalisten in das Haus stehen. Q: http://www.glocalist.com/news/kategorie/politik/titel/pressefreiheit-in-europa-bedroht-oes terreich-vorne-dabei/ -- ------------------------------------------------------------- Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und dient exklusiv Ihrer persönlichen Information. -------------------------------------------------------------[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Markus Egg (31.10.2009 16:08)
