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Hammelbrater?

Von: Markus Egg (markus.egg@gmx.at) [Profil]
Datum: 31.10.2009 16:09
Message-ID: <9i0ur6-bka.ln1@markusegg.my-fqdn.de>
Newsgroup: at.gesellschaft.politik
Ein Beitrag, der zeigt, dass Xenophobe und andere Rechtsrechte
keine Peinlichkeit auslassen, um den ihnen unangenehmen Ausländern etwas
ans Zeug zu flicken:

http://derstandard.at/1254311081345/Hammelbrater-und-Otternzuechter

"freiSTADT

Hammelbrater und Otternzüchter
10. Oktober 2009, 08:57

Hammelbraten war gestern - jetzt gibt es einen neuen Indikator für
Integrationsunwilligkeit

Integration - das ist zunächst einmal Deutsch lernen und das Einhalten der
österreichischen Gesetze. An den heimischen Stammtischen gilt aber seit vielen
Jahren ein entscheidendes Kriterium, ob ein "Zuag'raster" integrationswillig
ist oder nicht: Das legendäre "Hammelbraten im Hinterhof". Es gab zwar
nicht
einen Beleg, dass sich in Wien jemals so etwas zugetragen habe - aber klar
war: Wer es im Hinterhof am Grill penetrant schafeln lässt, ist kein Unsriger.

Das Hammel-Braten war aber gestern. Denn offensichtlich gibt es in Simmering
jetzt einen neuen Indikator für absolute Integrations-Unwilligkeit: Das
Otternzüchten. Die Grüne Gemeinderätin Waltraut Antonov berichtete
nämlich
kürzlich nach einer Diskussionsveranstaltung im "elften Hieb", dass ihr
dort
vorgeworfen worden sei: "Ich hab eine Stinkwut auf euch Grüne, weil ihr die
Wiesenottern unterstützt!"

Kampagne?

Eine Kampagne für Wiesenottern? Davon hatte Antonov bis dato nichts
gewusst. Auf Nachfrage erklärte ihr der Diskussionsteilnehmer, für welch
unglaubliche Verschwörung diese Tiere missbraucht werden: "Die Ausländer
züchten Wiesenottern, setzen sie in Parks aus, und da beißen die Wiesenottern
dann die Einheimischen."

Für all jene, die nicht wissen, was Wiesenottern sind: Es handelt sich um die
kleinste Giftschlange Europas und das einzige in Österreich bisher
ausgestorbene Kriechtier. Zuletzt wurde eine Wiesenotter in Österreich in 1973
in freier Wildbahn gesehen: Ein auf der Straße überfahrenes Jungtier.

Anfang September dieses Jahres sind nun die ersten Exemplare eines
ungarisch-österreichischen Artenschutzprojektes präsentiert worden. In einem
Freilandterrarium im Tiergarten Schönbrunn. Diese Otternweibchen kamen aus
einer ungarischen Zuchtstation. Womit klar ist: Die "heimtückischen
Ausländer"
- das waren in diesem Fall die Transleithanier.(Roman Freihsl, DER STANDARD,
Print-Ausgabe, 10.10.2009)"


So ähnlich wie damals die Sache mit den Halbmonden statt Gipfelkreuzen...
:-/


ME


--
If atheism is a religion, then bald is a hair colour.
[ Paul Quirk, alt.atheism.moderated ]

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