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Taschenkontrolle - Nötigung?

Von: Jochen Steiner (jochen.st@gmx.at) [Profil]
Datum: 23.06.2008 19:39
Message-ID: <485fdfec$0$2136$91cee783@newsreader02.highway.telekom.at>
Newsgroup: at.gesellschaft.recht
Ich hatte heute eine Taschenkontrolle in einem Wiener Supermarkt.

Die Kassierin hat höflich gefragt, ob sie in meine Tasche sehen dürfte,
was ich genauso höflich verneint habe. Daraufhin hatte sie den
Filialleiter geholt, der mich ebenfalls höflich gefragt hat, ob er in
meine Tasche sehen dürfte, was ich auch verneint habe. Daraufhin meinte
er, dass er die Polizei holen müsste. Mittlerweile war auch ein dritter
Angestellter anwesend (wollten die mich bei einer Weigerung
festhalten?). Daraufhin habe ich widerwillig die Tasche geöffnet, und
den Filialleiter gefragt, ob jemand mich gesehen hätte, dass ich etwas
eingesteckt habe. Die Antwort war "Nein". Ich habe ihn gefragt, ob man
mich verdächtigt, die Antwort darauf war "Nein". Der Filialleiter meinte
nun, dass ein Rucksack im Geschäft nichts zu suchen hätte (wo soll ich
bitte nach dem Einkauf sonst meine eingekauften Sachen hineingeben?),
und ich diese bei der Kassa abgeben könnte. Was kaum möglich ist, da es
verschiedene Ein- und Ausgänge gibt, und man vom Eingang zur Kassa nur
über das ganze Geschäft kommt.

Jedenfalls empfand ich die Sache als höchst unangenehm, eigentlich schon
fast als Nötigung.

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